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Achtsamkeit

7 hilfreiche Tipps zu innerer Ruhe und Gelassenheit

Unsere Welt dreht sich immer rasanter: zahlreiche zu beantwortende E-Mails reihen sich ein neben WhatsApp, Telefonaten, Notizzettel, Konferenzen etc. Das „To do-Karussell“ hat eine Geschwindigkeit aufgenommen, bei denen vielen von uns schwindelig wird. Die Resultate sind Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, nicht enden wollendes Grübeln, Ängste und am Ende das Burnout-Syndrom. Muss das so sein? Ich denke nein und habe ein paar hilfreiche Tipps für dich, wie du dein Leben entspannter und damit lebenswerter gestalten kannst:

  1. Morgens bitten
    Wenn du am Morgen erwachst, spring nicht gleich aus dem Bett, sondern nimm ein paar tiefe Atemzüge, recke und strecke dich in alle Richtungen. Setze dich aufrecht hin und lasse deine Beine baumeln. Schließe für einen Moment deine Augen und frage dich: „Was möchte ich heute erleben? Welche Qualitäten möchte ich in meinen Tag einladen?“ Formuliere deine Bitte unspezifisch, damit das Leben den größten Spielraum hat. Beispiel: „Ich möchte heute Freude bei der Arbeit erleben.“ statt: „Ich möchte, dass mein Chef heute freundlich zu mir ist!“ oder „Ich möchte heute lebenswerte Begegnungen erleben.“ statt „Meine Kollegin Karin sollte heute mal einen lebenswerten Austausch mit mir haben.“ Wenn du unkonkret bleibst, schickt das Leben dir vielleicht eine viel schönere Erfahrung als du es dir jemals hättest erträumen können.

  2. Achte auf deinen Atem
    Ein japanisches Zitat sagt: „Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.“ Immer wenn wir sehr beschäftigt sind, verlieren wir das Gespür für unseren Körper. Bildlich gesprochen konzentriert sich das Leben nur noch auf unseren Kopf. Dort spielt sich oft ein Horrorszenario ab. Tausend Gedanken überschlagen sich und sorgen für mächtig viel Wirbel im Oberstübchen. Das hört sich etwa so: „Oh Gott, wie soll ich das bloß schaffen.“ „Ich bin urlaubsreif.“ „Ich weiß gar nicht wo ich zuerst anfangen soll!“ „Das schaffe ich nie.“ Und so weiter und so weiter. Nicht selten ist das der Anfang vom Burnout. Auch wenn du in solchen Momenten glaubst, es sei gerade jetzt überhaupt keine Zeit für irgendeine Achtsamkeitsübung, empfehle ich dir, es bei nächster Gelegenheit auszuprobieren: Atme tief in deinen Bauch ein und aus und nimm wahr, was in deinem Körper geschieht. Falls es um dich herum gerade laut und wirbelig ist, geh auf die Toilette. Nicht umsonst heißt es „das stille Örtchen“. Mach deinen Toilettengang zur „Minizeit der Stille“ und verbinde dich kurz mit deinem inneren Kern: hinsetzen, Augen zu, tief ein- und ausatmen. Du kannst dir dabei vorstellen, dass du Stille und Kraft in dich hineinatmest und Stress und Anspannung ausatmest. Mach das sieben Atemzüge lang. Jetzt kannst du wieder frisch gestärkt in die bunte Welt hineinspringen. Mach dir den Unterschied vorher – nachher bewusst.

  3. 2-Stunden-Rhythmus
    Wenn du ein „Schreibtischtäter“ bist, halte spätestens nach zwei Stunden inne. Steh auf, öffne das Fenster und tanke ein paar Atemzüge frische Luft. Schüttele deinen Körper dabei kurz aus. Deine Beine, dein Becken, deine Arme und vor allem dein Kopf werden sich über diese kurze Interaktion freuen. Du wirst spüren, dass du wieder fitter und kreativer bist.

  4. Sei (d)ein bester Freund/Freundin Kollege/Kollegin
    Überlege dir, wie du deine Mitmenschen gerne hättest. Wie genau sollen sie dir begegnen, wie mit dir umgehen? Und nun dreh die Wünsche um: Werde du zu der Kollegin, die du gerne hättest, zu der Freundin, dem Freund den du gerne hättest. Du möchtest zum Beispiel mehr gelobt und mehr anerkannt werden? Lobe deine Mitmenschen, mach ihnen kleine Komplimente, erkenne ihre Leistungen an. Und erlebe, was passiert.  Möglicherweise machst du eine sprichwörtliche Erfahrung und „das Lächeln das du aussendest, kehrt zu dir zurück“. Sei du die Veränderung die du gern hättest.

  5. Frage dich: Was brauche ich jetzt?
    Wie oft kommen wir von der Arbeit gestresst nach Hause und hängen bei einem Glas Wein, Chips, Zigarette und Fernsehen ab? Wir hoffen uns dabei zu entspannen und prüfen gar nicht, was wir jetzt gerade wirklich brauchen? Wie oft stehen hinter dem Konsum von Ablenkungen ganz andere Bedürfnisse? Oft ignorieren wir sie! Halte kurz inne und frage dich: Was brauche ich jetzt? Möglicherweise stellst du fest, dass dein Körper sich nach einem Tag Schreibtischsitzen nach Bewegung sehnt! Vielleicht möchte er tanzen, braucht einen Spaziergang an frischer Luft oder etwas ganz anderes. Finde heraus, was du gerade jetzt brauchst.

  6. Bring Abenteuer in dein Leben
    Für unser Gehirn ist es stinkelangweilig, wenn immer wieder das Gleiche passiert. „Und täglich grüßt das Murmeltier!“ „Hilfe nein,“scheint es zu schreien, „nicht schon wieder!“ Immer, wenn unser Gehirn das einmal Dagewesene wieder und wieder erlebt, schläft es ein und wird träge.  Ganz anders, wenn es etwas Neues erfährt. Plötzlich ist es hellwach und mit allen Sinnen unterwegs. Der schöne Nebeneffekt: die Zeit dehnt sich. Jeder von uns kennt das: wir sind eine Woche auf der Reise durch ein Land, das wir zum ersten Mal erleben. Angefüllt mit neuen Eindrücken kommen wir nach Hause und haben das subjektive Gefühl, die Woche war länger als eine vertraute Arbeitswoche in der sich stereotyp Dinge wiederholen.
    Darum: Bring Abenteuer in deinen Alltag! Warum nicht einmal nachts, wenn du aufwachst, kurz im Mondschein herumhüpfen und den Sternenhimmel bestaunen? Warum nicht einmal im Sommerregen barfuß durch die Pfützen tanzen? Warum nicht einmal mit Hängematte am Wochenende in den Wald ziehen und sich einen Tag zu den Tieren gesellen? Der Abenteuerlust sind keine Grenzen gesetzt, es sei denn du denkst zu viel. Probiere dich aus! Dein Gehirn liebt das Abenteuer und wird begeistert sein.

  7. Abends danken
    Wenn der Tag zu Ende geht und du selig seufzend im Bett liegst, nimm noch ein paar bewusste Atemzüge und lasse deinen Tag kurz Revue passieren. Danke für alles Schöne was dir widerfahren ist. Denk auch an all die Dinge, die für uns meist selbstverständlich sind, wie z.B. „Danke, dass ich genug zu essen hatte.“ „Danke, dass ich einen Arbeitsplatz habe.“ „Danke, dass ich genügend Geld hatte, um ins Kino zu gehen.“ „Danke, dass ich so liebe Verwandte, Freunde, Kollegen habe.“ „Danke für meinen Schlafplatz, an dem ich mich erholen kann.“ So oder so ähnlich. Danke für alle kleinen und auch kleinsten Dinge. Sie sind es, die unser Leben reich und wertvoll machen.
    Wenn wir uns das Bitten und Danken zur täglichen Gewohnheit machen, erleben wir die Fülle des Lebens.
    In diesem Sinne: bittet, dankt und seid achtsam!

geschrieben von Pea Krämer

15/09/2021

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